Ehrenmitgliedschaft Prof. Dr. Karl Max Einhäupl

  • Neurologe
  • Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Charité

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Ehrenmitgliedschaft für den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Charité

Urkundenübergabe am 22.09.2020
Urkundenübergabe am 22.09.2020

„Nach über 27 Jahren an der Charité kann man nicht so einfach alle Verbindungen zu den vielen Weggefährten abbrechen und gehen. Daher ist es mir eine große Freude, neben den vielen persönlichen Kontakten zur Charité, auch als Ehrenmitglied bei Charité Alumni meine Verbindungen zur Charité und zu den ehemaligen Kolleginnen und Kollegen pflegen zu können“, so Prof. Einhäupl bei der Übergabe der Ehrenurkunde anlässlich seiner Benennung zum Ehrenmitglied bei Charité Alumni.

Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, geb. am 11. Januar 1947, besuchte die Luitpold Oberrealschule in München. Ab 1968 absolvierte er sein Medizinstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München, das er 1974 mit dem Deutschen Staatsexamen abschloss.

Von 1974 bis 1975 war er als Medizinalassistent an der Frauenklinik, der Medizinischen Poliklinik und der 1. Chirurgischen Klinik tätig. 1975 erlangte Einhäupl das Amerikanische Staatsexamen und übernahm bis 1977 die Leitung einer Allgemein-Praxis.

1977 ging Einhäupl zurück an die LMU München und begann seine Tätigkeit in der Neurologischen Klinik im Klinikum Großhadern. 1986 wurde er im Fachgebiet Neurologie habilitiert und 1988 folgte die Berufung zum Professor an die Neurologische Klinik der LMU München mit Schwerpunkt Neurologische Intensivmedizin.

1992 begann seine Zeit an der Berliner Charité. Einhäupl übernahm die Professur für Neurologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und war von 1993 bis 2008 Direktor der Klinik für Neurologie. Von September 2008 bis September 2019 war er Vorstandsvorsitzender der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Unter seiner Führung entwickelte sich die Charité zu einer der größten und führenden Universitätskliniken in Europa.

Von 2001 bis 2006 war Einhäupl Vorsitzender des Wissenschaftsrates. 2004 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Von 2003 bis 2009 war er Mitglied des Gesundheitsforschungsrates beim BMBF und seit 2007 Mitglied des Kuratoriums der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Von 2007 bis 2015 hatte er den Vorsitz des Hochschulrates der Technischen Universität München inne.

Anlässlich der Verabschiedung von Prof. Einhäupl würdigte der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, die elf erfolgreichen Jahre an der Spitze der Berliner Universitätsmedizin: „Prof. Einhäupl hat hervorragende Arbeit geleistet und die Charité mit ihren Campi auf allen Gebieten zu dem exzellenten Ort für Forschung, Lehre und Gesundheitsversorgung weiterentwickelt, der sie heute ist. Zu seinen großen Verdiensten zählt die wirtschaftliche Konsolidierung der Charité. Vor allem aber hat er maßgeblich zur Erhöhung der internationalen Sichtbarkeit der Berliner Universitätsmedizin beigetragen und erfolgreiche Kooperationen, wie das Berlin Institute of Health, die Berlin University Alliance und Oxford, mit auf den Weg gebracht. Auch sein persönliches Engagement für die Modernisierung des Bettenhauses, dem größten Bauprojekt der Charité in den letzten Jahrzehnten, war eine beachtenswerte Leistung. Ihm gebührt großer Dank und ich wünsche ihm alles erdenklich Gute!“

Wir sind sehr stolz, Prof. Einhäupl als Ehrenmitglied bei Charité Alumni begrüßen zu dürfen. Er ist ein Aushängeschild für die Universitätsmedizin in Berlin und ein großer Repräsentant für unsere Alumni-Organisation. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit in Projekten wie dem GeDenkOrt Charité, das Prof. Einhäupl durch Erfahrung, medizinhistorisches Interesse und Umsichtigkeit bereichert.